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Unsere Herkunft

Die AWO wurde 1919 als Abteilung der Sozialdemokratischen Partei mit dem Ziel einer Selbsthilfebewegung der Arbeiter gegründet. Bis zu ihrem Verbot im Jahre 1933 war sie eine rein ehrenamtliche Bewegung, die auf Bundesebene einige hauptamtliche Sekretäre beschäftigte. 1933 wurde die AWO verboten und aufgelöst. Bereits wenige Monate nach der Beendigung des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1945 nahm die ehrenamtliche AWO ihre Arbeit wieder auf. Damals hatte die Duisburger AWO 6.000 Mitglieder. In geringem Umfang wurden hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt, die unter Leitung durch die ehrenamtliche Vorsitzende Herta Brünen-Niederhellmann und den Vorstand arbeiteten. Dabei handelte es sich vorrangig um die Verteilung von CarePaketen, Begleitung von Kindern, Wohnungsfürsorge. In den Folgejahren kamen weitere Aufgaben hinzu, wie z. B. Jugendgerichtshilfe, einige Kindergärten und die Mütterschule. In den "Wirtschaftswunderjahren" sank die Mitgliederzahl kontinuierlich.

Ab ca. 1970 veränderte sich die Einstellung in unserer Gesellschaft zur Sozialarbeit und es wurden immer mehr Arbeitsfelder professionell erschlossen. Zum damaligen Zeitpunkt hatte die AWO ca. 300 aktive Ehrenamtliche in 16 Ortsvereinen und ca. 60 hauptamtliche Mitarbeiter. Seit diesem Zeitpunkt wuchs die hauptamtliche AWO bei einem gleichzeitigen Rückgang der Verknüpfung mit dem Ehrenamt.

Heute hat die AWO knapp 3.000 Mitglieder und über 600 hauptamtlich Beschäftigte. Die Zahl der aktiven ehrenamtlich Tätigen stieg auf 650, die im Monatsdurchschnitt jeweils 10 Stunden aktiv sind. Auch die Bedeutung des Ehrenamtes wandelte sich. Während in den Gründerjahren mit der ehrenamtlichen Betätigung auch die Übernahme vereinstypischer Funktionen (Vorsitz, Kassierer usw.) verbunden war, ist heute der typische Ehrenamtliche an einer Tätigkeit interessiert, ohne in organisatorische Aufgabenstellungen eingebunden zu sein.
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