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Mit Akzeptanz und Respekt den letzten Lebensabschnitt begleiten

2011-12-08 - martina giesenDUISBURG (08.12.2011) Dem Abschied Würde geben: Die AWOcura begleitet und versorgt die ihnen anvertrauten Menschen in den Seniorenzentren während der letzten Lebensphase mit einem ganzheitlichen Konzept.

Der Fachbegriff dafür stammt aus dem Englischen: Palliative Care. Der damit verbundene Leitgedanke ist universell:  Akzeptanz und Respekt gegenüber den individuellen Bedürfnissen von Menschen am Ende ihres Lebensweges.  

Martina Giesen (Foto), die Leiterin des Palliative Care-Projekts in allen AWOcura-Seniorenzentren, beschreibt die besondere Verantwortung: "Im Mittelpunkt stehen der schwerkranke Bewohner und die ihm nahe stehenden Menschen. Das Konzept schließt sämtliche Elemente ein, die im Leben des Betroffenen von Bedeutung waren. Beistand bedeutet mehr als nur eine Begleitung – Beistand bedeutet, ich stehe hinter dem sterbenden Bewohner, ich stehe für ihn ein und stehe ihm bei." 

Eigens dafür ausgebildete Fachkräfte in jedem Wohnbereich der fünf AWOcura-Pflegeheime sind mit dieser - auch emotional herausfordernden - Aufgabe vertraut. Zusätzlich schulte die AWOcura Multiplikatoren in palliativer Praxis und nutzt den ständigen Austausch mit anderen Organisationen. 

Individuell, phantasievoll und natürlich fachlich fundiert gestalten die Mitarbeiter die Pflege der Bewohner, die palliativ versorgt werden. Dabei kommt einer möglichst hohen Lebensqualität unter größtmöglicher Selbstbestimmung wesentliche Bedeutung zu. Martina Giesen: „Neben den physischen Gesichtspunkten fließen auch die psychischen, sozialen und spirituellen Aspekte bei der palliativen Begleitung unserer Bewohner und Angehörigen mit ein.“ 

Sterben gehört zum Leben, sagt Martina Giesen und deshalb gilt als Konzept dieser speziellen Pflegesituation auch: Das Leben gehört zum Sterben. Um einen Menschen auf seinem letzten Lebensweg begleiten zu können, ist es wichtig zu wissen, was ihm in der Vergangenheit wichtig war und jetzt wichtig ist und sein wird.

Biografische Ansätze fließen in die Begleitung ein. Die Mitarbeiterinnen sprechen dabei die unterschiedlichen Sinne an: durch Musik oder Singen, Düfte, besonderes Licht, Lesen und Vorlesen, das Schauen von Fotos oder gemeinsame Gespräche.  

Die Freiheit von Schmerzen und die Minderung von  körperlichen Einschränkungen ist dabei eine wichtige Voraussetzung. Palliative Care nimmt auch die psychischen Bedürfnisse in den Blick. Phasen der Depression, Trauer und Angst muss angemessen begegnet werden können. Es geht um den Wunsch nach Selbstbestimmung, aber auch nach einer umfassenden Aufklärung über die eigene Situation.  

Dem  Verlangen nach emotionaler Sicherheit, Geborgenheit und dem Wunsch vertrauen zu können, kommen die Mitarbeiter ebenfalls entgegen. Die soziale Dimension berücksichtigt das oftmals vorhandene Bedürfnis, Familienmitglieder, Freunde, Bekannte oder auch andere Heimbewohner noch einmal zu sehen sowie unerledigte Angelegenheiten abzuschließen.  

Die spirituelle Dimension umfasst mehr als religiöse Bedürfnisse. Sinngebung, beziehungsweise Sinnfindung, das Bestehen von Hoffnung in jeglicher Form und das Ziehen einer Lebensbilanz gehören zu dem Wunsch, in Frieden sterben zu können. 

Um die Erinnerung an den verstorbenen Bewohner aufrecht zu erhalten und unseren Bewohnern das Gefühl zu geben, noch einmal Spuren hinterlassen zu können, bestehen in den AWOcura-Häusern unterschiedliche Abschiedsrituale, wie Gedenktische, Gedenkecken, ein Kondolenzbuch und spezielle Gottesdienste.

 

Telefon: 0203 3095-0
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