Abschied vom Landleben

Abschied vom Landleben

DUISBURG (03.02.2022). Nach zehn Jahren verlässt Projektleiterin Margarete Haseke den AWO-Lernbauernhof Ingenhammshof, den sie maßgeblich mitgestaltet hat. Eine neue Herausforderung wartet auf sie, in der sie ihre ganze Erfahrung einbringen kann.

Kurz vor ihrem Abschied blickt sie für uns noch einmal auf ihre spannende Zeit auf dem Hof der AWO zurück.

AWO-Duisburg: Frau Haseke, was ist für Sie das Besondere am AWO-Ingenhammshof?

Margarete Haseke: Der Hof ist ein einzigartiges Kleinod. In Meiderich ist er der letzte bewirtschaftete Bauernhof und viele Menschen in der Umgebung schätzen ihn als Ort der Naherholung. Sie gehen hier spazieren und genießen die Natur und die Tiere. Ich fand den Kontrast immer sehr spannend. Auf der einen Seite des Hofes hört man das Rauschen der Autos, auf der anderen Seite findet sich pures Landleben.

Außerdem hat mich die Wirkung der Tiere auf Kinder immer fasziniert. Es entsteht eine starke Bindung und schon die Kleinsten lernen schnell, Verantwortung zu übernehmen und achtsam mit den tierischen Bewohnern umzugehen. Wir bieten Reitkurse schon ab drei Jahren an – natürlich ganz spielerisch. Die Kinder lernen so sehr früh, ihre Angst abzulegen und die Pferde zu verstehen.

Der Hof bietet die Möglichkeit, Erfahrungen mit Tieren zu sammeln, die viele junge Menschen in der Großstadt sonst nicht hätten. Und das, was die Kinder hier lernen und erfahren, hilft ihnen auch in anderen Bereichen im Leben. Ganz nebenbei freuen sich unsere Hühner, Gänse und anderen Bewohner natürlich über Beschäftigung und Zuneigung.

AWO-Duisburg: Was ist Ihnen in Ihrer Zeit auf dem AWO-Ingenhammshof am stärksten in Erinnerung geblieben?

Margarete Haseke: Das ist eindeutig der große Brand im Jahr 2013. Ein Pferd und mehrere Schafe sind damals gestorben und die Stallungen wurden völlig zerstört. Es war furchtbar und schmerzhaft, morgens zum Hof zu kommen und die Katastrophe zu sehen, die durch Brandstiftung verursacht wurde. Die große Hilfsbereitschaft und der eigene Antrieb, so schnell wie möglich wieder Aktivitäten für die Kinder anbieten zu können, haben in der Zeit danach sehr geholfen. Und so manches Provisorium ist zum festen Bestandteil des Hofes herangewachsen. Die übergangsweise nach dem Brand errichteten Ställe für die Pferde haben sich z. B. als so gut erwiesen, dass sie bis heute genutzt werden.

AWO-Duisburg: Was sind Ihre Wünsche für die Zukunft – für Sie selbst und den AWO-Ingenhammshof?

Margarete Haseke: Ich habe noch 3,5 Jahre bis zur Rente und freue mich, in dieser Zeit an anderer Stelle im Ruhrgebiet noch einmal ein großes Projekt aufzubauen. Die Erfahrungen, die ich in der Zeit auf dem Ingenhammshof gesammelt habe, werden eine wertvolle Grundlage für meine zukünftige Tätigkeit sein.

Für den Ingenhammshof selbst wünsche ich mir, dass er durch den frischen Wind, der nun mit meinem Nachfolger Dirk Bliesener wehen wird, noch weiter vorangetrieben wird, dass neue Ideen Einzug halten und das Angebot vielleicht ausgeweitet werden kann. Wir werden alles daran setzen, einen reibungslosen Übergang zu schaffen. Ich denke, das wird alles gut klappen. Ich werde den Hof immer in sehr guter Erinnerung behalten, es war eine tolle Zeit.

AWO-Duisburg: Liebe Frau Haseke, herzlichen Dank für das Interview! Wir wünschen Ihnen beruflich und privat alles erdenklich Gute!

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Der Betrieb auf dem Ingenhammshof läuft wie gewohnt weiter und derzeit wird mit Hochdruck am bevorstehenden Osterferienprogramm gearbeitet.

In den beiden „Bauernhofwochen“ sind noch Plätze frei.

Hier können die Kinder typische Hof-Arbeit kennenlernen und sich um die Tiere kümmern. Natürlich bleibt auch genug Zeit, um ausgiebig zu spielen und mittags gemeinsam zu essen.

Eine Woche auf dem Hof kostet 108 EUR inkl. aller Leistungen und 1x Ponyreiten.

Für die Reiterferien und die Pony- und Eselwochen können sich interessierte Familien auf eine Warteliste setzen lassen.

Der Ingenhammshof ist für Informationen und Anmeldungen unter Tel. 0203 424133 zu erreichen.

 

 

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