AWO-Bauspielplatz: 14 Kinder bereiten sich auf den Schulalltag vor

AWO-Bauspielplatz: 14 Kinder bereiten sich auf den Schulalltag vor

DUISBURG (02.07.2018). Die AWO-Duisburg verhilft Kindern ohne einen Schulplatz zu einem besserem Bildungsstart.

In einer Kooperation der AWO-Familienbildung mit der AWO-Integrations gGmbH bereiten Kursleiter Isa Firat Öztürk und Kursleiterin Samirah Bevers 14 Kinder auf den Schulbesuch vor. Die zugewanderten Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren treffen sich seit April auf dem AWO-Bauspielplatz in Neumühl.

Am 12. Juli feiern sie gemeinsam mit ihren Eltern den Abschluss und können dann gut vorbereitet nach den Ferien ihre Schullaufbahn hoffentlich mit einem sicheren Schulplatz beginnen. Die AWO-Duisburg-Stiftung finanziert das Projekt.

Zum Hintergrund: Nicht alle Kinder aus Zuwandererfamilien erhalten derzeit einen Schulplatz. Die Mädchen und Jungen wollen lernen, können aber nicht. Die AWO-Integration hatte deshalb gemeinsam mit der AWO-Familienbildung die Idee, die Wartezeit mit geeigneter Lernhilfe zu überbrücken. Denn so viel steht fest: Die Kinder freuen sich darauf, endlich zur Schule gehen zu können.

Die Kinder der Sekundarstufe I (10-14 Jahre) kommen aus Syrien, Bulgarien und Albanien. Zwei Jungen haben einen kurdischen Hintergrund. Die Migrationsfachdienste der AWO-Integration sprachen die Familien an. Einige der Mütter und Väter lernen Deutsch in den Sprach- und Integrationskursen der AWO-Familienbildung. So entstand die Verbindung.   

Joachim Krauß, Leiter der Arbeitsgruppe Migration und Integration bei der AWO-Integration, beschreibt den Ehrgeiz und Lernwillen der Mädchen und Jungen: „Anfangs sammelten sich die Kinder in der Geschäftsstelle auf der Duisburger Straße und wurden dann mit dem Bus des Jugendmigrationsdienstes zum Bauspielplatz gefahren. Schon in der zweiten Woche kam der Großteil der Kinder eigenständig und schließlich musste kein Teilnehmer mehr gebracht werden. Die Eltern zeigten auch hierin ihren besonderen Integrationswillen.“

Je nach gegebenem Wissensstand profitieren die Kinder in unterschiedlichen Bereichen. Viele Kinder haben bereits das lateinische Alphabet beherrscht. Die es noch nicht konnten, lernten es dank Isa Firat Öztürk und Samirah Bevers. Während der Stunden auf dem AWO-Bauspielplatz erweitern die Kinder zudem ihren Grundwortschatz. Darüber hinaus gehören Lernspiele, das gemeinsames Arbeiten an der Tafel oder Arbeitsblätter zum Programm.

Joachim Krauß: „Zudem versuchen wir, den Kindern Aspekte des Lebens in Deutschland zu erklären. Da manche Kinder allerdings nur Arabisch bzw. Kurdisch sprechen, gestaltet sich dies manchmal etwas schwieriger. Trotzdem, die Kinder profitieren von den sozialen Kontakten und den Spielangeboten vor Ort. Durch die Feiertage im Mai mussten wir den Unterricht manchmal verschieben bzw. ausfallen lassen. Die Kinder fanden das schade.“

Gökce Yesilyurt, Fachbereichsleiterin der AWO-Familienbildung: „Die Freundschaften, die sich auf dem Bauspielplatz entwickelt haben, können nach den Ferien hoffentlich auf einem Schulhof weitergeführt werden.“

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