AWO-Ingenhammshof: Die große Sehnsucht nach dem Sattel

AWO-Ingenhammshof: Die große Sehnsucht nach dem Sattel

DUISBURG (28.04.2020). Margarete Haseke, Leiterin auf dem AWO-Ingenhammshof, sagt es klar: “Es ist kein Leben in der Bude. Das fehlt mir.” Was sie aber auch über die Corona-Pause auf dem Lernbauernhof der AWO-Integration berichtet: “Die Tiere sind gut versorgt.”

Ganz glücklich sind freilich die Esel, Pferde, Ziegen und Hühner ebenfalls nicht. “Den Tieren ist ein bisschen langweilig. Sie vermissen die Kinder”, berichtet Margarete Haseke. Kein Wunder, drei bis vier Stunden pro Tag sind normalerweise die Reittiere im Einsatz.  

Seit Mitte März dürfen auf dem AWO-Hof keine Veranstaltungen wie Reitkurse, Pony-Club oder Kindergeburtstage durchgeführt werden und damit  tragen die Pferde keinen Sattel mehr und haben viel freie Zeit auf der Weide.

Die Reitlehrerinnen und Reitlehrer schauen regelmäßig vorbei und halten die Tiere auf Trab. Das ist gut gegen die Langeweile, hellt die Stimmung auf und hält fit für den Neustart. “Wenn es dann wieder losgeht, dann kommen die Pferde schneller wieder in den Tritt.”

Die Hühner vermissen ebenfalls das lebendige Treiben auf dem Hof. “Wenn Spaziergänger am Wochenende über den Hof laufen, dann kommen die Hühner ihnen gleich entgegen”, erzählt die Hofleiterin von der Sehnsucht der Tiere nach Gesellschaft. Derweil machen es sich der Eber und die Sau gemütlich. Entspannt liegen sie auf der Erde. Der kleine Regen zwischendurch eröffnet ihnen die Chance auf ein schönes Schlammbad.

Und für die Ziegen ist Weihnachten endgültig vorbei. 54 Tannen, die in keinem Wohnzimmer standen, hatte ein befreundeter Weihnachtsbaumhändler nach dem Fest auf den Hof gebracht. Die Tannenzweige waren ein Leckerli für die Ziegen. Inzwischen sind alle Bäume abgenagt. Hofmitarbeiter Waldemar Zeiser hat die kahlen Stämme jetzt durch den Schredder gejagt.

Wer übrigens sehen will, was sich auf dem Hof so tut. Über den Instagram-Account postet der AWO-Ingenhammshof Bilder und Videos von den Tieren. Denn auch das weiß Margarete Haseke: “Nicht nur wir vermissen die Kinder. Die Kinder vermissen auch uns.”

Wann es wieder losgeht, vermag sie nicht zu sagen. Was sie aber sagen kann: “Sobald wir wieder das Ok bekommen für Reitkurse und Co., sind wir bereit.”

 

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