AWO-Ortsverein Süd machte Lorans und Ahmed Mustafa mobil

AWO-Ortsverein Süd machte Lorans und Ahmed Mustafa mobil

DUISBURG (07.05.2018). Die beiden syrischen Schüler Lorans (15) und Ahmed Mustafa (16) sind seit Samstag schwer auf Rad.

Der AWO-Ortsverein Süd schenkt den beiden Jugendlichen aus Wanheim ein Fahrrad. Die AWO-Fahrrad-Werkstatt auf dem AWO-Bauspielplatz in Neumühl sorgt für die Mobilitätsgarantie der beiden Brüder.

An der Übergabe der runderneuerten Räder nahmen Walter Appelrath, der Vorsitzende des AWO-Ortsvereins Süd und Andrea Heinen-Schneider, die Sozialarbeiterin der Gemeinschaftshauptschule Am Knevelshof in Wanheim teil.

Oxana Wolf, die Leiterin des AWO-Bauspielplatzes, begrüßte die Gäste gemeinsam mit Veysel Keser, dem neuen AWO-Geschäftsführer. Lorans und Ahmed Mustafa suchten sich ihr Lieblingsfahrrad aus.

Die beiden Monteure Moritz Mandlburger und Achim Arians machen sich nun an die Feinarbeiten, damit die beiden Jungs möglichst bald losradeln können.

Die Geschichte hinter der Spende ist eine, die Mut und Zuversicht schafft. Denn sie handelt von jede Menge guter Taten. Der Reihe nach: Die beiden syrischen Jungen Lorans und Ahmed Mustafa sind an jedem Schultag bereits um 7 Uhr ehrenamtlich tätig. Sie schmieren dann Brötchen für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, damit sie gestärkt in den Tag gehen können.

Auf die beiden Zuwanderer kann sich die Schulleitung zu 100 Prozent verlassen. Die Brüder übernehmen den Dienst an ihren Mitschülern sogar ganz alleine. Walter Appelrath sieht das Engagement als Ausdruck gelungener Integration. Die beiden Jugendlichen sehen es als Selbstverständlichkeit.

Um ein Schokoticket zu bekommen, wohnen sie zu nahe an der Schule. Für ein Fahrrad fehlt ihnen das Geld. Deshalb wandte sich die Schule an den AWO-Ortsverein Süd, um die zwei mobil zu machen. Der Ortsverein half mehr als einmal schnell und unkompliziert der Hauptschule in Wanheim.

Die Frage von Schulsekretärin Monika Schmidt lautete: „Wissen Sie, wie die Jungen an gebrauchte Fahrräder kommen?“ Klar wusste das Walter Appelrath. Denn die AWO-Duisburg betreibt eine kleine Werkstatt auf dem AWO-Bauspielplatz. Geflüchtete Menschen machen dort immer samstags zusammen mit dem ADFC alte Räder wieder flott und verkehrssicher. Zwei davon kaufte der Ortsverein und schenkte sie den beiden Jungen.

Damit ist freilich die Geschichte von den vielen guten Taten noch längst nicht zu Ende. Zum Start des Selbsthilfe-Projekts im Jahr 2014 hatte die Bauunternehmung Maas einen Container gespendet. Schnell stellte sich heraus, dass dieser nicht ausreichte, um alle Materialien zu verstauen. Da traf es sich gut, dass Ursula Schluckebier vor zwei Jahren ihren 80. Geburtstag feierte.

Geschenke wollte die Frau des ehemaligen Duisburger Bundestagsabgeordneten Günther Schluckebier damals nicht. Stattdessen bat sie um Geld für die AWO-Duisburg-Stiftung. Die 2.000 Euro investierte die Stiftung in weitere Container für die Fahrradwerkstatt auf dem AWO-Bauspielplatz. Die AWO-Einrichtung liegt im ehemaligen Wahlkreis von Günther Schluckebier.

Und noch eine gute Nachricht: Moritz Mandlburger war früher als Bufdi auf dem AWO-Bauspielplatz tätig. Jetzt schraubt er weiter ehrenamtlich in der Fahrradwerkstatt.

So verhilft Gutes tun zum Besseren und den Brüdern Lorans und Ahmed Mustafa zu ihren neuen Fahrrädern.

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