Die Botschaft zum 100. AWO-Geburtstag: "Kämpfen gegen Almosen. Für Teilhabe!"

Die Botschaft zum 100. AWO-Geburtstag:

DUISBURG (14.03.2019). Die Arbeiterwohlfahrt feiert ihren 100. Geburtstag. Auf das Jubiläumsjahr weisen ab Montag Plakate in vielen Einrichtungen der AWO-Duisburg hin. Verbunden sind die Motive mit klaren sozial-politischen Aussagen.

Den Anfang macht der Slogan: „Kämpfen gegen Almosen. Für Teilhabe.“ Im Mittelpunkt der bundesweiten Kampagne steht dabei Marie Juchacz. Die SPD-Politikerin gründete am 13. Dezember 1919 die Arbeiterwohlfahrt.

Das Plakat (Foto), das ab Montag unter anderem in den fünf AWOcura-Seniorenzentren, in der AWO-Familienbildung, in der AWO-Schuldnerberatung oder auf dem AWO-Bauspielplatz zu sehen ist, spricht für sich: Marie Juachacz ist in der historischen Aufnahme vor einer Reihe teurer Automobile zu sehen. Die Botschaft „Kämpfen gegen Almosen“ übersetzt sich damit bildhaft.

„Soziale Gerechtigkeit kann nicht vom guten Willen der Reichen oder von einer boomenden Konjunktur abhängen. Sie ist ein Wert, der immer und für alle gilt“, sagt Veysel Keser, Geschäftsführer der AWO-Duisburg. Dass wir in einem so reichen Land wie Deutschland mit Kinderarmut und Altersarmut leben müssen, sei ein Skandal. Diese Benachteiligungen deutlich anzumahnen und aktiv anzugehen, gehöre auch nach 100 Jahren zum Auftrag der AWO.

„Wir wollen und werden unseren Geburtstag gebührend feiern. Wir wollen und werden aber auch die Gelegenheit nutzen, klar zu machen: die von Maria Juchacz begonnene Arbeit ist noch längst nicht getan“, so der AWO-Geschäftsführer. Den Kampf für Teilhabe führe die Duisburger AWO für alle benachteiligten Gruppen.

„Wir unterscheiden nicht nach Herkunft, Religion oder Alter. Wir setzen uns für die Menschen ein, die unsere Unterstützung brauchen, weil sie es schwerer haben, am Bildungsprozess teilzuhaben oder ihnen und ihren Anliegen nicht ausreichend Gehör geschenkt wird“, macht Veysel Keser deutlich. Er betont dabei: „Wir wissen, wovon wir sprechen, weil wir da tätig sind, wo Menschen diesen Benachteiligungen ausgesetzt sind.“

Der Hashtag #WIRMACHENWEITER sei mehr als notwendig und keineswegs eine kurze Notiz, die man allein Twitter-Posts anhängt.

Der Slogan des Bundesverbandes der Arbeiterwohlfahrt lautet: „Erfahrung für die Zukunft.“

Veysel Keser sagt dazu: „Eine dieser Erfahrungen für die Zukunft lautet: Es lohnt nicht, auf Almosen zu hoffen. Wir müssen Teilhabe einfordern.“

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