Die sechs AWO-Tagesgruppen unterstützen Kinder in der Corona-Zeit

Die sechs AWO-Tagesgruppen unterstützen Kinder in der Corona-Zeit

DUISBURG (22.05.2020). Durchgehend geöffnet: Schulen und andere Einrichtungen waren aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Die sechs AWO-Tagesgruppen waren dagegen für die Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren und ihre Eltern weiter erreichbar.

„Wir sorgen für ein Stück Normalität in der Krise“, sagt Susanne Piesk, die zuständige Fachbereichsleiterin bei der AWO-Integration.

Eigentlich wäre für die AWO-Integration 2020 ein Jubiläumsjahr. Vor 25 Jahren öffnete in Marxloh die erste Tagesgruppe. Seit 1995 kamen fünf weitere Stützpunkte in Hamborn, Hochfeld, Marxloh, Meiderich und Neumühl hinzu. Diese teilstationären Einrichtungen für Kinder im Grundschulalter entlasten Familien. Die Mädchen und Jungen werden von den pädagogischen Fachkräften im Auftrag des Jugendamtes betreut, versorgt und gefördert.

Freilich, Feiertagsstimmung wollte angesichts der Herausforderungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht aufkommen. Susanne Piesk: „Vieles, was bisher selbstverständlich war, muss nun anders angegangen werden. Wir haben die Alltagsabläufe neu organisiert.“ Mindestabstand und Hygienevorschriften erforderten schon frühzeitig ein Umdenken der bisherigen Arbeitsweisen. Im Umgang mit Krisen ist das pädagogische Fachpersonal jedoch erfahren, sodass diese Herausforderungen kreativ angenommen wurden. Der Fahrdienst beispielsweise wurde zum Lieferservice für Spielideen und Beschäftigungsmaterialien.

Die Fachkräfte fahren regelmäßig zu Hausbesuchen heraus und können gezielt vor Ort Unterstützung und Beratung leisten. „Wir haben vermehrt in Krisen vermittelt und geschlichtet, selbstverständlich gab es den einen oder anderen Lagerkoller. Im Großen und Ganzen meistern die Familien tapfer die Situation. Gab es bereits vor den Kontaktverboten starke Spannungen, drohte sich die Gesamtsituation zu verschlechtern“, so die Leiterin des Fachbereichs.

Was nicht überrascht: Die notwendigen Abstands- und Hygieneregelungen einzuhalten, fällt den meisten Kindern schwer. Dabei helfen die großräumigen Außengelände auf dem AWO-Bauspielplatz in Neumühl und auf dem AWO-Lernbauernhof Ingenhammshof. Geduldiges Anleiten, Motivieren und Loben durch die Erzieherinnen und Erzieher unterstützen die Kinder hierbei. „Dies erleichtert sicherlich auch die Rückkehr in die Schule und hilft dabei, dass das Lernen nicht verlernt wird und eine Lernförderung weiterhin stattfindet“, sagt Susanne Piesk mit Blick auf die Bemühungen, auch den Schulalltag für die Mädchen und Jungen wieder zu etablieren.

Die räumlichen Gegebenheiten in den Tagesgruppen erfordern weitere kreative Lösungen. Die Kinder lassen sich auf verschiedene Spiel- und Lernorte verteilen und damit können die Abstandsregeln eingehalten werden. In manchen Gruppen kommen die älteren Kinder vormittags bis zum Mittagessen, danach beginnen die Jüngeren mit dem Mittagessen den Nachmittag.

Regelmäßige Telefonate, Videoanrufe sowie Spaziergänge im Freien sind weitere Möglichkeiten, für die notwendige Nähe mit Abstand zu sorgen. Susanne Piesk: „Uns ist es wichtig, den Kindern und den Familien zu vermitteln, dass sie in der Krise nicht allein sind und weiter verlässlich auf uns zählen können.“
 

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