Ex-Azubi Veysel Keser als Vorbild kletterte ganz nach oben auf der Karriereleiter

Ex-Azubi Veysel Keser als Vorbild kletterte ganz nach oben auf der Karriereleiter

DUISBURG (11.10.2018). Ein guter Chef hat eine Vorbildfunktion. Veysel Keser, der neue Geschäftsführer der AWO-Duisburg, erfüllt diese Aufgabe beim Fototermin mit den Auszubildenden auf buchstäblich herausragende Weise.

Er kletterte nach ganz oben auf der „Karriereleiter“. Der oberste Dienstherr der 65 Azubis im Unternehmen hatte seinen Berufsweg selbst mit einer Lehre zum Bürokaufmann bei der Arbeiterwohlfahrt angefangen. Das war 1984. Seit dem 1. April 2018 leitet Veysel Keser das Unternehmen mit 870 Mitarbeitern.

Und weil das kein Einzelfall ist, stellten sich Nicole Mark und Marc Niewöhner an dem Treffen auf dem AWO-Ingenhammshof leicht erhöht auf die Sprossen. Nicole Mark wird ab dem 1.11.2018 das Seniorenzentrum Lene Reklat in Rheinhausen leiten. Marc Niewöhner ist Herr im AWOcura-Haus Im Schlenk. Beide Führungskräfte standen ebenfalls als AWOcura-Auszubildende in der Altenpflege vor Jahren auf der untersten Stufe beim beruflichen Aufstieg im Unternehmen.

Allein in diesem Jahr können sich 30 Karrierestarter, davon 13 zum 1. Oktober, die drei leitenden Kräfte als Vorbild nehmen. Die Frauen und Männer begannen ihre Ausbildung bei der AWO-Duisburg. Die AWOcura bildet Altenpfleger/innen und Kaufleute im Gesundheitswesen aus.

Angehende Kaufmänner und –frauen für Büromanagement lernen bei der Serva GmbH. Die AWO-Service-Tochter hat außerdem einen neuen Kochlehrling am Herd. Yannik Jacobowski ist der Mann mit der Schürze.

Veysel Keser erläutert, was mit Ehrgeiz, Können und ein bisschen Geduld geht: „Die Auszubildenden sichern die Zukunft unseres Unternehmens. Wir vermitteln ihnen zugleich, dass mit der Abschlussprüfung die Zeit des Lernens bei uns keineswegs vorbei ist. Die AWO unterstützt Fachkräfte, die sich für Fort- und Weiterbildungen interessieren. Das Angebot ist vielfältig und ermöglicht, den eigenen Neigungen innerhalb des Berufsfeldes zu folgen.“ 

Es gehört zu unseren Prinzipien, dass wir Karrierewege offen halten“, ergänzt der Geschäftsführer und Marc Niewöhner kann das bestätigen: „Nach meiner Ausbildung konnte ich mich, wie viele andere Kolleginnen und Kollegen innerhalb des Unternehmens, weiterqualifizieren. Über die Teamleitung in einem Pflegewohnbereich führte mein nächster Schritt zur Stellvertretenden Heimleitung und dann zur Übernahme der Position an der Spitze bei uns im Haus in Wanheimerort“, berichtet der ehemalige Azubi des Jahrgangs 2005.

Nicole Mark, Azubi-Jahrgang 2004, freut sich aufs Chefbüro. Zum 1. November wird sie die Aufgabe von Jens Rockhoff in Rheinhausen übernommen. „Ich bin froh, dass mir die AWOcura nicht nur die Möglichkeit zu einer beruflichen Weiterentwicklung geboten, sondern mich auch weiter befördert hat“, so Nicole Mark.

Veysel Keser macht deutlich, dass sich der Verband bei der Suche nach Führungskräften gern auf die Eigengewächse besinnt: „Langjährige Mitarbeiter kennen das Unternehmen, sie wissen, welche hohen Qualitätsanforderungen wir stellen und sind mit Grundsätzen vertraut. Wenn wir eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter befördern, tun wir das, weil uns die Leistung überzeugt hat.“

Für die neuen Azubis ist das freilich noch Zukunftsmusik. Sie wollen zunächst die Abschlussprüfung schaffen und dann in ihrem Beruf Fuß fassen. Was noch erwähnt werden will: Dass es wenig zu erwähnen gibt. Warum wollen sie Altenpflegerin oder Altenpfleger werden? Diese Frage stieß beim Fototermin auf reichlich Unverständnis. Die meist gegebene Antwort war: „Warum nicht? Ist doch ein guter Beruf. Man wird gebraucht, das mit dem Geld könnte mehr sein, geht aber in Ordnung. Und ein sicherer Arbeitsplatz ist Altenpflege auf jeden Fall.“

Nicht viel besser ging es mit der Frage: „Wie haben Sie zu Ihrem Ausbildungsplatz gefunden?“ Hier war die häufigste Antwort: „Ich habe mich beworben und bin dann nach dem Bewerbungsgespräch genommen worden.“ Mit anderen Worten: So wie jeder andere Azubi auch zu seinem Arbeitsvertrag gekommen ist.

Ganz ähnlich äußerte sich übrigens auch Veysel Keser. „Ich habe mich als Bürokaufmann beworben und war froh, dass ich genommen wurde. Dass ich 34 Jahre später mal Chef der gesamten AWO sein würde, das hätte ich mir damals nicht einmal im Traum vorstellen können.“

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