Expertinnen der AWO-Integration im Online-Live-Talk mit MdB Mahmut Özdemir (SPD)

Expertinnen der AWO-Integration im Online-Live-Talk mit MdB Mahmut Özdemir (SPD)

DUISBURG (22.03.2021). Rassismus ist ein Thema, das von mehreren Seiten angegangen werden muss. Und keine kommt ohne die andere aus.

Vor diesem Hintergrund diskutierten zwei Mitarbeiterinnen der AWO-Integration im Online-Live-Talk mit Bundestagsmitglied Mahmut Özdemir und Bürgerinnen und Bürgern über ihre täglichen Erfahrungen mit dem Thema im Job sowie im Alltag und die Rolle der Politik im Kampf gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung.

Statt, wie in vergangenen Runden, mit seinen Diskussionspartnerinnen und -partnern im AWOcado zu sitzen, fand sich Mahmut Özdemir am 17. März 2021 per Videokonferenz mit Facebook-Live-Stream in den Wohnzimmern seiner zahlreichen Gäste wieder. Das digitale Format tat dem Austausch rund um das Thema Rassismus im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus aber keinen Abbruch.

Der 33-jährige SPD-Bundestagsabgeordnete mit Wurzeln und tiefer Verbundenheit zu seiner Heimatstadt Duisburg hatte mit Wagma Bromand und Rascha Abou-Soueid fachkundige Mitarbeiterinnen der AWO-Integration in seiner Gesprächsrunde, die das Thema Rassismus von der Seite ihrer beruflichen Erfahrung beleuchteten.

Wagma Bromand ist Mitarbeiterin der AWO-Integrationsagentur Meiderich, die durch niederschwellige Angebote das Zusammenleben im Stadtteil unterstützt, beispielsweise durch Förderung bürgerschaftlichen Engagements oder Gruppenarbeit für Frauen, Jugendliche und Senioren.

Respekt Coachin Rascha Abou-Soueid arbeitet für den Jugendmigrationsdienst der AWO mit Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Demokratieförderung an Marxloher Schulen und hilft jungen Menschen, ihren Platz in der Gesellschaft einzufordern.

Die Diskussion über Themen wie strukturellen Rassismus im Alltag, Chancen über Bildungsangebote und Möglichkeiten der Annäherung zeigten, dass die Angst vor Neuem und Unbekanntem ein vorherrschendes Problem in der Gesellschaft ist. Die Überwindung dieser Angst und das gegenseitige Aufeinanderzugehen können hier einen Lösungsansatz darstellen – wie eine Bürgerin in der Gesprächsrunde anschaulich berichtete. „Ich wollte keine Angst haben, als in der Nachbarschaft Flüchtlinge einzogen“, erklärte sie. Kurzerhand besuchte sie die Menschen und bot Hilfe an. Ein kleiner Schritt, der sich lohnte. Mittlerweile hat sich ein verständnisvolles Miteinander entwickelt, das auch von den erst einmal skeptischen Nachbarinnen und Nachbarn der Dame übernommen wurde.

Rascha Abou-Soueid weiß, wie wichtig ist es, dass man im Kampf gegen Grenzen und Stigmatisierungen aktiv wird. Sie appellierte in der Runde an die Gäste, dass jeder auch ein Stückweit selbst dafür verantwortlich ist, Dinge zu ändern.

Interkulturelle Kommunikation, erklärte Wagma Bromand, sei ein wichtiges Instrument, um sich besser zu verstehen. Nur, wer hinterfragt, warum sich jemand auf eine bestimmte Art verhält, kann auch lernen, diese richtig zu interpretieren. Ein großer Schritt für ein tolerantes Miteinander.

Formate wie der Live-Talk und die Fragen und Ansichten, die sich aus den gemeinsamen Gesprächen ergeben, seien für politische Arbeit unerlässlich, betonte Mahmut Özdemir. Seine Feststellung am Ende des Live-Talks lautete, dass gesellschaftliche und politische Teilhabe den Begriff Integration ablösen solle, der einer Seite zu viel Passivität zugestehe. Er bat die Menschen, hinzuschauen, zu helfen und aktiv gegen Rassismus zu wirken und schloss den Abend mit dem Zitat „Erst die Fremde lehrt uns, was wir an der Heimat besitzen“.

Der Gesprächsabend kann in ganzer Länge als Video unter https://fb.watch/4iZWh9Xl8I/ abgerufen werden.

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