75 Jahre Wiedergründung: Happy Birthday AWO-Duisburg!

75 Jahre Wiedergründung: Happy Birthday AWO-Duisburg!

DUISBURG (27.10.2021). 13 Jahre lang war die Arbeiterwohlfahrt durch die Nazis verboten, doch am 27. Oktober 1946 gründete sie sich in den Trümmern Duisburgs neu.

In den kommenden Jahrzehnten wuchs sie zu einem festen Bestandteil sozialen Lebens in der Stadt heran. Heute ist die AWO-Duisburg ein moderner Verband mit großen Zukunftsplänen.

Es muss ein bewegender Moment gewesen sein, als sich vor 75 Jahren an einem Sonntag etwa 500 Menschen aus den Vorläufern der heutigen Ortsvereine trafen und die AWO-Duisburg neu gründeten. Der Krieg war vorbei, der Wiederaufbau startete und der Bedarf nach wohltätiger Hilfe war besonders groß.

Durch die Jahrzehnte. Im Fokus: immer der Mensch!

Nach Kriegsende herrschte in Duisburg, wie auch in vielen anderen Teilen des Landes, großer Hunger. Im langen und kalten Winter 1946/47 begannen die sogenannten „Schwedenspeisungen“, die vor allem Kinder zwischen drei und sechs Jahren täglich mit warmen Suppen versorgten. Die damals neu gegründete AWO organisierte die Speisungen in der Stadt und half somit vielen Familien durch die schwere Zeit. Auch die durch das Ausland ermöglichten Care-Pakete wurden durch die AWO-Mitglieder an Bedürftige verteilt.

Mit dem Wiederaufbau und dem „Wirtschaftswunder“ kamen neue Aufgaben hinzu. Die 1966 eingerichtete Beratungsstelle für „türkische Gastarbeiter“ ermöglichte den neu zugezogenen Familien einen guten Start im fremden Land. Einige Jahre danach verwandelte sich die sogenannte „Mütterschule“ in die AWO-Familienbildung, die über das Stadtgebiet verteilt mehr und mehr Aktivitäten und Hilfestellungen für Familien anbot.

Auch im Stadtbild wurde die AWO im Laufe der Zeit immer präsenter. 1980 pachtete sie den geschichtsträchtigen Ingenhammshof in Meiderich, verhinderte so seinen Abriss und eröffnete dort zunächst ein Zentrum für Kinder- und Jugendarbeit. Heute dient er als Lehr- und Lernbauernhof und bietet den Menschen eine Stätte der Begegnung, der Naherholung und der Arbeit.

Im Jahr 1995 eröffnete das erste von mittlerweile fünf AWOcura-Seniorenzentren in Duisburg, in denen ältere Menschen ein sicheres Leben mit guten Pflegeangeboten genießen können. Der AWO-Arkadenhof und der AWO-Kranichhof mit serviceorientiertem Wohnen in den eigenen vier Wänden kamen ab 2011 hinzu. Mit dem Bau von zwei weiteren Häusern bis 2023 wird dieses Angebot zukünftig noch um rund 75 Wohnungen ergänzt.

Im Zentrum aller Aktivitäten, Angebote und Orte der AWO in Duisburg stand und steht zu jeder Zeit der Mensch. Ob jung oder alt, bedürftig oder auf der Suche nach Gesellschaft, ob neu hinzugezogen oder alteingesessen - die AWO ist ihrem Grundsatz der Solidarität, Hilfestellung und sozialen Gerechtigkeit über die Jahrzehnte hinweg stets gerecht geworden und hat ihn in der täglichen Arbeit gelebt und weiterentwickelt.

Mit großen Schritten Richtung Zukunft

Manfred Dietrich, der seit 1995 die Geschicke der AWO-Duisburg als Vorsitzender mitlenkt, schaut mit großem Optimismus auf die kommenden Jahre: „Auch wenn wir wegen der aktuell noch unsicheren Corona-Lage unseren 75. Geburtstag nicht groß feiern können, schauen wir doch mit Stolz und Dankbarkeit auf die vergangenen Jahrzehnte zurück. Wir haben viel erreicht und besonders in der Corona-Pandemie haben uns der Zusammenhalt in der Mitarbeiterschaft und unser Verantwortungsbewusstsein große Dienste geleistet. Jetzt freuen wir uns sehr auf unsere Neubauprojekte, die vielen Menschen ein sicheres und komfortables Leben ermöglichen werden.“

Die AWO ist im Laufe der Zeit ein fester Bestandteil Duisburgs geworden. Mittlerweile zählt sie 5 Tochtergesellschaften, 12 Ortsvereine, knapp 900 Mitarbeitende und rund 3.000 Mitglieder an 38 Standorten in der Stadt.

Was hätten die 500 AWO-Delegierten am 27.Oktober 1946 wohl gesagt, wenn sie sich die AWO Duisburg 75 Jahre später vorgestellt hätten? Vermutlich wären sie stolz, dass der Grundstein ihrer Arbeit so weitreichende Früchte getragen hat. Mit ihrem Mut, ihrem Einsatz und ihrer Menschlichkeit haben sie die Basis geschaffen, auf der engagierte Nachfolgerinnen und Nachfolger den Verband zu einer festen Institution in der Stadt haben werden lassen. Mit offenen Türen, kreativen Ideen, professioneller Unterstützung und bedingungsloser Menschlichkeit können die Bürgerinnen und Bürger der Stadt auch in Zukunft bei ihrer AWO rechnen.

Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch und bleib, wie du bist!

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