Hartmut Ploum, Geschäftsführer der AWOcasa GmbH, im Interview

Hartmut Ploum, Geschäftsführer der AWOcasa GmbH, im Interview

DUISBURG (21.01.2021). Hartmut Ploum führt seit dem 1. Juli die Geschäfte der AWOcasa GmbH. Im Interview gibt er einen Ausblick auf die in 2021 anstehenden Bauprojekte der Duisburger AWO.

Herr Ploum, wird 2021 ein Bauarbeiter-Jahr für die AWO-Duisburg?

Hartmut Ploum: Ich bin mir nicht sicher, ob man das so sagen kann. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir unsere großen Bauprojekte in Laar und in Rheinhausen beginnen können. Beim Neubau der AWO-Zentrale auf dem Pulverweg ist die Zeitschiene noch offen. Wir beginnen hier erst, wenn die beiden anderen Baustellen laufen. In 2023 soll alles abgeschlossen sein.

Wie viel Geld investiert die AWO-Duisburg in diese Bauprojekte?

Hartmut Ploum: Wir werden für alle drei Neubauten insgesamt eine Summe von 25 Millionen Euro in die Hand nehmen. Entsprechend sorgfältig muss geplant werden, damit die Kosten nicht aus dem Ruder laufen. Ich nehme mir dafür die Zeit, die Entwürfe und Konzepte durchzuschauen. Gemeinsam überlegen wir, wie wir das Geld optimal einsetzen. Optimal bedeutet für mich dabei: Wir wollen zum Besten für die Menschen investieren, die eine Wohnung bei uns mieten oder die weiteren Angebote nutzen.

Sie sind seit dem 1. Juli 2020 als Geschäftsführer der AWOcasa tätig. Ist die Zeit bis die Bagger rollen eine Art Warmlaufphase?

Hartmut Ploum: Ganz und gar nicht. Wir befinden uns gerade dabei, die letzten Arbeiten auf dem AWO-Ingenhammshof abzuschließen. Der Bauantrag für unsere Seniorenwohnungen in Laar ist gestellt. Der Antrag für Rheinhausen ist in Vorbereitung. Zudem gehe ich die Pläne durch. Was wir jetzt an Fehlern machen, können wir später nicht mehr gutmachen. Im Vorfeld habe ich mit den entscheidenden Personen unserer bereits bestehenden Seniorenwohnanlagen in Homberg und in Wanheimerort gesprochen. Ihre praktischen Erfahrungen wollten wir nutzen, um Gutes noch besser zu machen.

Was zum Beispiel?

Hartmut Ploum: Es geht da um Details, die aber eine positive Wirkung haben können. Zum Beispiel bekommen die Stellplätze für die Elektro-Scooter, die älteren Menschen mit Einschränkungen beim Laufen mehr Mobilität ermöglichen, einen Stromanschluss. Dann können die Geräte während der Standzeit direkt aufgeladen werden.

Wie sieht überhaupt der Austausch aus?

Hartmut Ploum: Die AWOcasa, das Immobilienunternehmen der AWO-Duisburg, baut die neuen Häuser. Wir orientieren uns dabei an den Anforderungen, die unseren Tochtergesellschaften gestellt werden. Ich spreche mit Michael Harnischmacher, dem Geschäftsführer der AWOcura: Sein Unternehmen führt die Seniorenwohnanlagen, die Tagespflege-Einrichtungen und die Pflegedienste. Ein weiterer Ansprechpartner ist Dr. Martin Florichs. Als Geschäftsführer der AWO-Campus gGmbH ist er für die Kindertagespflegen, die wir in Laar und Rheinhausen einrichten werden, verantwortlich. Zu seinem Bereich gehört ebenfalls das Begegnungs- und Beratungszentrum, das Teil der AWO-Zentrale in der Innenstadt sein soll. Und natürlich stehe ich in regelmäßigem Austausch mit Veysel Keser. Er ist der Geschäftsführer der AWO-Duisburg und damit in gewisser Weise hauptverantwortlich für die Umsetzung unserer Neubau-Pläne. Zugleich gehört zu seinem Bereich die Geschäftsstelle. Auch das muss man im Vorfeld klären: Was wird wirklich gebraucht? Was macht wirklich Sinn?

Wann genau beginnt die heiße Phase?

Hartmut Ploum: Es geht so richtig heiß her, wenn die Fachplaner ihre Entwürfe vorlegen. Die müssen alle akribisch durchgeschaut werden. Versäumnisse sind später ärgerlich und kosten Geld. Ich gebe zu, so richtig spannend wird es, wenn die ersten Bagger rollen. Es wird zudem eine Phase geben, in der wir drei Bauprojekte gleichzeitig vorantreiben. Da kann ich mich schon mal auf schlaflose Nächte einstellen. Das ist nicht ungewöhnlich, das gehört dazu. Ich kenne das von meiner Zeit in der Bauwirtschaft.

Und was machen Sie, wenn alle Häuser stehen?

Hartmut Ploum: Ich bin überzeugt, auch in der Zukunft gibt es bei der AWO-Duisburg jede Menge zu tun und zu bauen. Der Wohnungsmarkt für ältere Menschen entwickelt sich gerade. Das sehen und lesen wir überall. Wir als AWO bringen da bereits einige Erfahrung mit und wollen diese weiter nutzen und ausbauen. Wir haben zudem durchdachte Konzepte. Zum Beispiel entstehen unsere Anlagen in der Nähe von Pflegeeinrichtungen. Das gibt mehr Sicherheit. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir auch nach 2023 weitere neue barrierefreie Wohnungen bauen werden.

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