„Integrations-Team Duisburg“ radelte Tag und Nacht auf dem Monte Schlacko.

„Integrations-Team Duisburg“ radelte Tag und Nacht auf dem Monte Schlacko.

DUISBURG (06.08.2018). Das Quartett „Integrations-Team Duisburg“ hat seine Premiere beim 24-Stunden-Rennen von Duisburg im Landschaftspark Nord erfolgreich bestanden.

„Großer Teamgeist, Freude über das Erreichte und die Erschöpfung standen den Fahrern und ihren Unterstützern am Sonntag in die Gesichter geschrieben“, sagte Teamkapitän Joachim Krauß, Leiter des Bereichs Migration und Integration bei der AWO-Integration.

Am Samstag setzten sich ab 12 Uhr die Fahrergruppen in etwas abgesetzter Folge auf ihren Parcours in Gang, der sie für die nächsten 24 Stunden auf jeweils 8,1 Kilometern durch den Landschaftspark Nord führen sollte. Begleitet von Hitze und Staub kämpften sich die Fahrerinnen und Fahrer der über 400 Teams auf schmalen Wegen und durch enge Kehren immer wieder hinauf auf den „Monte Schlacko“. Für den eindrucksvollen Blick auf die Zeugnisse der Industriekultur im Duisburger Norden hatten sie dabei keine Aufmerksamkeit.

Erstmals dabei war auch das „Integrations-Team Duisburg“, eine Kooperation der AWO-Integration, des ADFC und der Bürgerstiftung Duisburg.

Ein internationales Viererteam hatte sich darunter zusammengefunden: Armin Ahmadi aus Afghanistan, einer der langjährigen Radschauber auf dem AWO-Bauspielplatz, Wolfgang Voßkamp für den Fahrradklub, der ehemalige syrische Radrennfahrer Laith Alsokhne, der für die Bürgerstiftung ins Team kam und Joachim Krauß von der AWO-Integration. Alle vereint ihr Rad-Enthusiasmus. Erfahrungen mit einem solchen Rennen hatte freilich keiner der Fahrer und als Team musste man sich auch erst unter Beweis stellen.

Für die erfolgreiche Rennteilnahme war schließlich der ADFC-Aktivist und Fahrradmechanikmeister Achim Arians maßgeblich verantwortlich. Er sorgte nicht nur im Vorfeld und auf dem Platz für den technischen Topzustand der Räder, sondern er baute die Fahrer während der 24-stündigen Belastungsprobe durch sein Engagement immer wieder auf.

Eine Panne unterwegs fordert auch seinen sofortigen Einsatz. Oxana Wolf von der AWO-Integrationsagentur Neumühl war von Anfang an für die Organisation verantwortlich und versorgte das Team auf dem Rennplatz. Sie berichtet begeistert: „Wir sind schnell zu einem perfekten Team zusammengewachsen, da stimmten die Absprachen, der eine stand für den anderen ein.“

Von den Anstrengungen des Rennens gezeichnet, betont Wolfgang Voßkamp, eine neue Sicht auf die eigene Leistungsgrenze gewonnen zu haben. Laith Alsokhne hatte vor allem mit der Herausforderung zu kämpfen, dass sehr unterschiedliche Tempi gefahren wurden und er als Profi sich etwas bremsen musste.

Als Youngster im Team leistete Armin Ahmadi ganz Großes. Er, der erst seit zwei Jahren Rad fährt, erreichte als Start- und Schlussfahrer nicht nur die besten Zeiten des Teams. Noch bei der größten Anstrengung hatte er ein aufmunterndes Lächeln für die Teamkameraden parat. Getrübt wurde seine Freude über das erfolgreiche Rennen nur durch den technischen Kollaps seines privaten Rades nach dem Rennen. Bei der Neubeschaffung wird sich der Teamgeist noch ganz praktisch unter Beweis stellen müssen.

Und die Zielstellung? Kapitän Joachim Krauß betonte freudig und erschöpft: „Wir haben alles erreicht. Alle sind gesund und ohne Verletzung durchs Ziel gekommen. Als MTB-Laien unter 118 Vierer-Teams unter die besten 90 zu kommen zeigt, was Teamgeist bewirken kann.

Das wir immer die gleichen Runden gefahren sind, passt auch gut zu unserem Anliegen, die Integration in den Vordergrund zu stellen. Es ist oft mühselig, es sind immer wieder auch die gleichen Wege, aber sie müssen von unterschiedlichen Menschen beschritten werden und wir haben dafür Sorge zu tragen, dass es allen gelingen kann.“

Gibt es eine Fortsetzung? Auch darin sind sich alle einig, wenn es nach den Fahrern geht, ja!

Foto von links: Armin Ahmadi, Laith Alsokhne, Achim Arians, Wolfgang Voßkamp, Oxana Wolf, Joachim Krauß

 

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