Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) unterstützt geflüchtete Menschen aus der Ukraine

Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) unterstützt geflüchtete Menschen aus der Ukraine

DUISBURG (13.04.2022). Die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) der AWO-Duisburg berät neu Zugewanderte in behördlichen, beruflichen oder sprachlichen Angelegenheiten.

Seit Kurzem dient sie zusätzlich als erste Anlaufstelle für Flüchtlinge aus der Ukraine - direkt vor Ort in der Kraftzentrale des Landschaftsparks Nord, in der über 650 Geflüchtete, darunter 150 Kinder, untergebracht sind. Teamleiter Mohammed Ourraoui (Foto) berichtet über Aufgaben und Chancen in dieser Situation.

AWO-Duisburg: Herr Ourraoui, was sind die besonderen Herausforderungen in der derzeitigen Lage?

Mohammed Ourraoui: Die MBE besteht mit ihrem Angebot seit 16 Jahren. In dieser Zeit haben wir uns stark professionalisieren können und kennen die Nöte und Bedarfe von zugewanderten Menschen sehr gut.

Allein in 2021 konnten wir – trotz Pandemie und mit einer Menge Kreativität in der praktischen Umsetzung unserer Angebote - rund 4.700 Beratungsgespräche durchführen. Gerade in der Gruppe bulgarischer und rumänischer Migrantinnen und Migranten haben wir viel praktische Hilfe geleistet.

Durch die Situation des Krieges in der Ukraine steigt die Zahl der Menschen mit Unterstützungsbedarf in diesem Jahr erheblich an und somit auch unser Beratungsumfang. Nur, weil eine Gruppe größer wird, wird die andere nicht kleiner. Wir stemmen die Situation derzeit mit acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, das ist für alle eine große Herausforderung.

AWO-Duisburg: Wie sieht die Hilfe der MBE für die Geflüchteten konkret aus?

Mohammed Ourraoui: Die große Flüchtlingsunterkunft in der Kraftzentrale liegt in direkter Nachbarschaft zum AWO-Ingenhammshof. Wir können zukünftig direkt vor Ort Beratungen anbieten und uns um die notwendige ehrenamtliche Hilfe kümmern. So findet eine gute Vernetzung zu den verschiedenen Akteuren und Einrichtungen der Stadt statt.

Die wichtigsten Themen sind die Wohnungssuche, Schulangelegenheiten und Arbeits- sowie Sprachangebote. In Kooperation mit der Integrationsagentur wird die AWO-Integration auch Freizeitaktivitäten für Kinder und spezielle Angebote für die Mütter durchführen, denn es ist wichtig, dass die Menschen, die im Krieg in der Ukraine Schlimmes gesehen und erlebt haben, auch zwischendurch ein wenig abschalten können, denn es ist wichtig, dass die Menschen, die im Krieg in der Ukraine Schlimmes gesehen und erlebt haben, auch zwischendurch ein wenig abschalten können.

AWO-Duisburg: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Mohammed Ourraoui: Das Ziel unserer Migrationsberatung ist stets, den zugewanderten Frauen, Männern und Familien so viel Unterstützung zu bieten, dass sie daran erstarken und die Integration leichter fällt. Der zigfache Erfolg bestärkt uns, dass wir genau den richtigen Weg gehen.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass auch auf politischer Ebene unsere Arbeit stärker in den Fokus rückt, dass die Chance gesehen wird, die wir für einen erfolgreichen Integrationsprozess in Duisburg bieten.

Der Abwechslungsreichtum, die Flexibilität und die vielen positiven Synergien machen unglaublich viel Freude. Wir sehen nicht nur die Probleme, wir schaffen Lösungen dafür. Und das hoffentlich noch sehr lange.

Weitere Informationen: Mohammed Ourraoui, Telefon: 0203 40000-205, ourraoui@awo-integration.de.

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