Ortstermin der AWO-Integration in Marxloh mit dem EU-Parlamentarier Jens Geier

Ortstermin der AWO-Integration in Marxloh mit dem EU-Parlamentarier Jens Geier

DUISBURG (07.11.2018). Die AWO-Duisburg hat in der vergangenen Woche ein Bild vom Besuch des SPD-Abgeordneten im Europa-Parlament Jens Geier auf Facebook gepostet.

Philipp Thelen, Geschäftsführer der AWO-Integration, hatte Jens Geier begleitet. Worum ging’s? Gleich vorweg: Es ging um mehr als nur um einen weiteren Politiker, der sich in die bundesweit bekannteste „No-Go-Area“ traut. Das Thema war spröde und zugleich von Bedeutung.

Jens Geier war auf Einladung des SPD-Landtagsabgeordneten Frank Börner nach Duisburg gekommen. Gemeinsam mit Philipp Thelen und Arbeitsgruppenleiter Joachim Krauß von der AWO-Integration unternahmen sie eine Ortsbesichtigung in Marxloh mit einem sehr konkreten Anliegen. Es ging um das Problem des fehlenden Krankenversicherungsschutzes für eine große Gruppe von Zuwanderern.

Diese Menschen ohne Versicherungskarte kommen hauptsächlich aus Bulgarien und Rumänien. „Für diese Aufgabe kann es nur eine europäische Lösung geben“, macht Philipp Thelen deutlich. Deshalb nahm der EU-Abgeordnete Anschauungsunterricht. Warum aber gerade in Marxloh?

Die AWO-Integration betreibt im Stadtteil eine so genannte Clearingstelle. Dort wird geprüft, ob ein Versicherungsschutz aus der Heimat der Zuwanderer vorliegt und welche Möglichkeiten es gibt, medizinische Versorgung innerhalb der internationalen Vereinbarungen sicherzustellen. Joachim Krauß leitet diese Clearingstelle. Das Land NRW hat sie eingerichtet. Deshalb nahm der Landtagsabgeordnete Frank Börner teil.

Die Menschen, die nicht ausreichend versichert sind oder von ihren Ansprüchen nichts wissen, leben in Duisburg und suchen auch hier nach ärztlicher Hilfe. Städtische Behörden sind betroffen. SPD-Ratsmitglied Manfred Slykers informierte sich aus diesem Grund persönlich über das „Wie?“ und „Wer?“ und vor allem über das „Was kann man tun?“. Nach dem Rundgang diskutierten die Politiker und Fachleute weiter.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir und der stellvertretende Bezirksbürgermeister Klaus Kröke beteiligten sich an diesem Austausch im Büro von Philipp Thelen im AWO-Zentrum Nord in Hamborn. Philipp Thelen: „Wir haben verschiedene Lösungsansätze beraten und uns für Januar wieder in dieser Runde verabredet.“

Jens Geier nutzte den Ortstermin zugleich, um sich auf ein weiteres Fachgespräch drei Tage später vorzubereiten. Am vergangenen Montag veranstaltete er im Hamborner Rathaus ein Treffen mit Vertretern der Wohlfahrtsverbände und der zuständigen städtischen Ämter wie dem Gesundheitsamt. Die Eindrücke aus dem Rundgang und dem sich daran anschließenden Austausch brachte er in diese Diskussion ein.

Die Medien waren zu dem Rundgang durch Marxloh übrigens nicht eingeladen. Es war eine Art Arbeitstreffen. Warum lohnt es sich, so ausführlich die Geschichte zum Bild (Foto) auf Facebook zu erzählen? Weil die Geschichte berichtet, dass Politiker durchaus interessiert an den Problemen in Duisburg sind und weil diese Politiker nicht nach schnellen, öffentlichkeitswirksamen Lösungen vom Schreibtisch aus suchen. Sie schauen zunächst auf das, was passiert, fragen Experten, die sich auskennen. Das ist kompliziert.

Da sagt ein Bild keineswegs mehr als 1000 Worte. Weitere Erklärungen sind notwendig. Und schließlich: „Es tut gut zu sehen, dass unser Fachwissen so geschätzt wird. Wir werden gefragt, wenn es um kluge Lösungen für sozialpolitische Probleme, zum Beispiel hier in Marxloh, geht“, sagt Philipp Thelen.

 

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