Respekt Coaches der AWO-Integration präsentierten ihre Arbeit für ein besseres Miteinander

Respekt Coaches der AWO-Integration präsentierten ihre Arbeit für ein besseres Miteinander

DUISBURG (11.07.2019). Mit einem Festakt am Freitag würdigte die Herbert Grillo Gesamtschule in Marxloh ihr 25-jähriges Bestehen.

 Die beiden Respekt Coaches der AWO-Integration stellten bei der Gelegenheit ihre Arbeit zur Gewaltprävention in Schulen vor. 

An einem eigenen Stand berichteten Rascha Abou-Soueid (im Bild links) und Shohreh Karimian (rechts) von ihrem inzwischen bundesweit beachteten Einsatz für ein friedlicheres Zusammenleben an der Marxloher Gesamtschule.

Zu den aufmerksamen Zuhörern gehörte der SPD-Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir (im Foto 2. von links), der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Börner (Foto rechts) und Bezirksbürgermeister Marcus Jungbauer (Foto Mitte). Die Politiker aus Duisburg zeigten sich beeindruckt von dem Engagement der beiden AWO-Frauen.

„Die Respekt Coaches sind ein eigenes Projekt innerhalb des Jugendmigrationsdienstes der AWO-Integration. Es wurde vor einem Jahr eingerichtet“, erklärte Beata Bialek, die das Projekt leitet. Die AWO kooperiert dabei mit der Schule, geleitet von Thomas Zander (links).

Das Ziel ist es, religionsbegründetem Extremismus vorzubeugen. Was so theoretisch klingt, übersetzt sich in der Praxis zum Beispiel in die Arbeitsgruppe „Rap trifft Demokratie“.

Mit dieser lebensnahen Vermittlungsform von Spielregeln innerhalb einer Gesellschaft schafften es die Schülerinnen sogar zu einem Auftritt in Hannover. Sie rappten im November bei der Vorstellung der Initiative „Respekt Coaches“ vor den Augen und Ohren von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD).

Die beiden Sozialarbeiterinnen im Dienst der AWO-Integration gehörten zu den ersten von insgesamt etwa 200 Coaches im gesamten Bundesgebiet. Sie bringen dabei beide einen Migrationshintergrund mit und stehen für berufliche Erfolgsgeschichten, die vorbildhaft wirken können. Rascha Abou-Soueid spricht Arabisch und absolvierte erfolgreich ihr Studium der Sozialen Arbeit. Shohreh Karimian kommt aus dem Iran und hat ebenfalls einen Master-Abschluss.

An der Schule in Marxloh „unterrichten“ die beiden Fachkräfte Menschenrechte, interkulturelle Toleranz oder Berufskunde. Womit sie sich auseinanderzusetzen haben: Beleidigungen, Mobbing und auch handgreifliche Auseinandersetzungen. Dieser Einsatz hat inzwischen bundesweite Aufmerksamkeit erregt. Die Trainerinnen stellten ihre Arbeit gegenüber der Wochenzeitung „Die Zeit“ vor. „Die Welt“ berichtete über sie und auch die eher regional beachtete Lokalzeit des WDR.

Ein Allheilmittel gegen Gewalt und Intoleranz gibt es nicht. Ein Weg aus der Spirale ist jedoch zu vermitteln, dass die jungen Menschen tatsächlich Chancen haben, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Um diese Chance zu wahren, ist dann auch ein respektvoller Umgang notwendig.

Offenheit gegenüber anderen religiösen Überzeugungen gehört dazu. Die beiden Respekt Coaches gaben am Freitag auch dafür ein bestes Beispiel. An ihrem Stand konnten die Besucher koschere Speisen und solche, die halal waren, genießen. Gekocht hatten sie den Imbiss nicht allein. Ein Lehrer der Schule hatte ihnen bei der Zubereitung geholfen.

Auch das war in gewisser Weise beispielhaft, denn die Respekt Coaches der AWO-Integration arbeiten zusammen mit den Lehrerinnen und Lehrern an einem besseren Umgang der Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Nationen und Herkunft miteinander. Das ist ebenfalls ein Grund zum Feiern.

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