Veysel Keser: Vorsichtiges Aufatmen

Veysel Keser: Vorsichtiges Aufatmen

DUISBURG (22.05.2020). Die Formulierung „vorsichtiges Aufatmen“ trifft es am besten. In unserem AWOcura-Haus Im Schlenk gelten aktuell nur noch fünf Bewohnerinnen und Bewohner als mit Corona infiziert.

„Wir gehen davon aus, dass nach den nächsten Tests die Zahl weiter zurückgeht“, sagt Veysel Keser, Geschäftsführer der AWO-Duisburg. Wie auch noch 8 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter warten die betroffenen Bewohner zum Teil schon fast 6 Wochen darauf, dass endlich der wiederholte Test ein „negatives“ Ergebnis zeigt und sie aus der Quarantäne entlassen werden können.

Von Erleichterung will der AWO-Geschäftsführer nicht sprechen. „Wir hatten in der letzten Woche einen Todesfall Im Schlenk aufgrund von Corona zu verzeichnen. Das trifft uns, und wir empfinden mit den Angehörigen“, erklärt Veysel Keser. „Wir hoffen dennoch, dass wir die Situation weitgehend überstanden haben, und ich möchte mich noch einmal bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Haus für ihr enormes Engagement und auch bei den Bewohnern und Angehörigen für ihr Vertrauen und ihr Verständnis angesichts der belastenden Situation bedanken.“

„Das war für alle nicht einfach, zumal über die Corona-Fälle im Haus auch in den Medien berichtet wurde“, beschreibt der AWO-Geschäftsführer die Herausforderung. Er fügt hinzu: „Die positive Entwicklung veranlasst uns keineswegs, es an Wachsamkeit und Fürsorge mangeln zu lassen. Was wir gelernt haben: Es kann jeden treffen. Daher gelten mein Dank und mein Respekt auch allen Kolleginnen und Kollegen in den anderen Seniorenzentren und der ambulanten Pflege, die sich mit überdurchschnittlichem Einsatz den neuen, fast täglich wechselnden Herausforderungen stellen.“

Auch wenn es jetzt erste Lockerungen gebe, die Gefahr sei nach wie vor nicht gebannt und jeder Bürger könne und müsse dazu beitragen, dass das Corona-Virus weiter weitgehend unter Kontrolle bleibt. Auch wenn das nicht immer leicht fällt. Veysel Keser: „Unsere muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger feiern am Sonntag nach den Fastenwochen im Ramadan das Zuckerfest. Das ist traditionell ein Fest der Begegnung und für die Familie, das aufgrund der Abstands- und Kontaktregelung in diesem Jahr ganz anders ausfallen muss. Ein schmerzlicher Verzicht, der aber auch ein Signal dafür sein wird, wie solidarisch Menschen handeln und wie gut sie für ein gemeinsames Ziel zusammenhalten. In diesem Sinne wünsche ich allen Muslima und Muslimen ein gesundes und gesegnetes Zuckerfest.“

Zusammenhalt in unserer Stadt stellen wir außerdem nach wie vor ungebrochen fest. Sei es durch Angehörige von Bewohnern, Nachbarn, befreundete Vereine, Institutionen, kleinere Unternehmen oder große Konzerne: „Die Hilfsbereitschaf und der Wille, unseren Einsatz zu würdigen und zu unterstützen, ist wie zu Beginn der Krise groß. Dafür sind wir dankbar“, erklärt Veysel Keser. Ein Zeichen der Nachbarschaftshilfe war am Mittwoch zu erleben. Das Duisburger Chemie-Unternehmen Caramba spendete Desinfektionsmittel an die AWOcura.

Bereits zuvor hatte IKEA in Duisburg Material für die Arbeit in den AWO-Integrationskursen zur Verfügung gestellt. Wann diese wieder beginnen, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Immerhin, ab Anfang Juni treffen sich wieder die Babyclubs in der AWO-Familienbildung in Wanheimerort. „Wieder ein kleines Stück Normalität, das in unseren Alltag zurückkehrt“, macht Veysel Keser deutlich. 

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